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Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz
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Notfallambulanz Malteser
Krankenhaus St. Johannes

 (03578) 786-248

Zentrale St. Johannes(03578) 786-0
Rettungsleitstelle(03571) 19222
Giftnotruf(0228) 19240
Giftinfozentrum Erfurt (0361) 730 730

Vor der Geburt

Wie verläuft eine normale Geburt?

Die Geburt wird in drei Abschnitte unterteilt: die Eröffnungsperiode, die Austreibungsperiode und die Nachgeburtsperiode. Als Eröffnungsperiode gilt der Zeitabschnitt vom Beginn regelmäßiger Wehentätigkeit bis zur vollständigen Eröffnung des Muttermundes. Bei einer Erstgebärenden dauert diese Phase 12 bis 14 Stunden, bei Mehrgebärenden 6 bis 8 Stunden.

Allerdings gibt es große individuelle Unterschiede. Der Wehenschmerz selbst ist durchaus erträglich, besonders dann, wenn Sie die erlernte Atmung anwenden und sich in den Wehenpausen entspannen können. Die Austreibungsperiode umfasst die Zeitspanne zwischen der vollständigen Eröffnung des Muttermundes und der Geburt des Kindes. Sie dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Jetzt können Sie aktiv an der Geburt Ihres Kindes mitarbeiten.

Die Geburt endet mit der Geburt des Mutterkuchens (Plazenta).

Wann wird es Zeit, in die Klinik zu kommen?

Kommen Sie zu uns, sobald Sie das Gefühl haben, zu Hause nicht mehr sicher zu sein. Das gilt unabhängig von der Wehentätigkeit oder anderen Anzeigen für den Beginn der Geburt.

Rufen Sie uns im Zweifel immer an (Telefon 03578/ 786-220).

 

Was tun bei vorzeitigen Wehen?

Kontraktionen vor dem Erreichen der 37. Schwangerschaftswoche treten bei vielen Frauen als gelegentliches Hartwerden, Ziehen im Bauch oder in den Leisten oder als Kreuzschmerzen auf. Werden diese Symptome stärker oder treten sie regelmäßig in Abständen von wenigen Minuten auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es wird dann ein CTG (= Cardiotokogramm, d.h. Aufzeichnen der kindlichen Pulskurve sowie der Wehen) geschrieben und ein vaginaler Tastbefund erhoben. Oft genügen Schonung und eventuell Bettruhe, Magnesium und beruhigende Medikamente als Therapie. Manchmal sind wehenhemmende Mittel oder eine stationäre Überwachung erforderlich.

Was tun bei vorzeitigem Blasensprung?

Die Fruchtblase kann vor dem Einsetzen der Wehen platzen. Sie sollten im Zweifel die Klinik aufsuchen. Ist unklar, ob das kindliche Köpfchen bereits fest im mütterlichen Becken sitzt und damit das gefährliche Vorfallen der Nabelschnur in die Scheide verhindern kann, sollten Sie sich hinlegen und einen Krankenwagen rufen.

In der Klinik werden Mutter und Kind besonders sorgfältig auf Infektionszeichen beobachtet. Bei drohender Frühgeburt wird versucht, Zeit zu gewinnen und eventuell eine Lungereifetherapie durchgeführt. Bei einem reifen Kind wird oft etwa 24 Stunden nach dem Blasensprung die Geburt eingeleitet, wenn die Wehen nicht spontan beginnen.

Was ist zu tun, wenn der errechnete Entbindungstermin verstreicht, ohne dass Wehen auftreten?

Die Überschreitung des errechneten Geburtstermins ist zunächst kein Grund für die Einleitung der Geburt. Es empfiehlt sich aber eine engmaschige Kontrolle. Nur bei Auffälligkeiten empfehlen wir die Einleitung.

 

Welche Vorsorgeuntersuchungen werden gemacht?

Nach Eintritt einer Schwangerschaft gilt die erste Sorge des werdenden Elternpaares natürlich der gesunden Entwicklung ihres Kindes. Nehmen Sie das Angebot früher und regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen in der Praxis Ihrer Frauenärztin/Ihres Frauenarztes wahr, um Schwangerschafts- und Geburtsrisiken so niedrig wie möglich zu halten. Die vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen mit drei bis vier Ultraschalluntersuchungen in der Praxis Ihres Frauenarztes oder Ihrer Hebamme geben uns in fast allen Fällen ausreichende Bestätigung einer normalen Entwicklung der Schwangerschaft. Auf dem Ultraschall sind die Intaktheit einer Schwangerschaft, Mehrlinge, eine ungünstige Lage des Kindes sowie gröbere Fehlbildungen zu erkennen. Darüber hinaus kann das normale Wachstum des Kindes überwacht und der genaue Geburtstermin festgelegt werden. Im Mutterpass werden alle wichtigen Untersuchungsergebnisse festgehalten.

Nur in den wenigen Fällen auffälliger Ultraschallbefunde oder bei besonderen Risiken kommen weitere Untersuchungen zum Einsatz. Dazu zählen der Triple-Test (Bluttest zur Bestimmung eines möglichen Down-Syndroms) und die Untersuchung der kindlichen Chromosomen durch Amniozentese (Fruchtwasserpunktion in der 13. bis 17. SSW) oder Chorionzottenbiopsie (Entnahme von Plazentagewebe in der 8. bis 11. SSW). Die Aussagekraft aller Tests sollte mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt besprochen werden, da Missverständnisse über die Aussagekraft des Testes nicht selten unbegründete Ängste auslösen können.

 

Sind Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft schädlich für mein Kind?

Große Studien in den USA und in Europa mit vielen tausend Fällen haben keine Schädigungen des ungeborenen Kindes nachweisen können. Lediglich Farbdoppleruntersuchungen weisen eine höhere Energiedichte auf und sollten daher im ersten Drittel der Schwangerschaft nur bei besonderer Fragestellung zur Anwendung kommen. Dieses Verfahren erlaubt, aus dem Verlauf der Blutströmungen auf Entwicklung und Funktionsfähigkeit des kindlichen Herzens und der Plazenta zu schließen.

Was bedeutet ganzheitliche Geburtsvorbereitung?

Noch vor 50 Jahren war der Begriff Geburtsvorbereitung ein Fremdwort. Mit der Rückkehr zu einer natürlichen Geburt wächst auch der Wunsch nach einer ganzheitlichen Geburtsvorbereitung. Unser Ziel ist es, Ihnen durch Information eine freie und faire Wahl zu ermöglichen, welche Art von Geburt und Geburtshilfe Sie wollen und Ihnen entspricht. In den Geburtsvorbereitungskursen vermitteln unsere Hebammen werdenden Eltern durch gezielte Atem- und Entspannungsübungen ein besseres Körper- und Selbstbewusstsein. Darüber hinaus erfahren Sie alles Wissenswerte über den Geburtsablauf, erleichternde Hilfestellungen und Geburtspositionen. Auf Wunsch werden auch persönliche Fragen und Probleme besprochen. 
 

 

Das sollten Sie ins Krankenhaus mitbringen

Für den Aufenthalt im Kreißsaal:

  • bequemes Hemd oder großes weites T-Shirt
  • warme, möglichst rutschfeste Socken
  • Haarband oder -gummi bei langem Haar
  • Lippenpflegestift, Zahnbürste und -creme, Kamm
  • Lieblingsmusik auf Kassette oder CD
  • Traubenzucker
  • eigener Badezusatz (falls gewünscht) oder Lieblingsöl

Für das Wochenbett:

  • bequeme T-Shirts
  • mindestens 10 Einmalslips oder alte Baumwollslips
  • Jogging-Anzug oder andere bequeme Kleidung
  • Waschlappen, Handtücher, alles für die übliche Körperpflege
  • Stillbüstenhalter (2 Nummern größer), Still-BH's erhalten Sie auch bei uns in der Klinik
  • Föhn
  • bequeme Kleidung für den Heimweg

Für den Heimweg des Babys:

  • Unterhemd
  • Windel und Höschen
  • 1 Strampelhöschen Größe 62
  • Jäckchen und Wolljäckchen, Größe 62 (nach Jahreszeit)
  • Mützchen
  • Stricksöckchen
  • Woll- oder Baumwolldecke
  • Tragetasche und/oder Babyautositz (die Sicherung im Auto muss gewährleistet sein).

Für den Vater:

Oft wird der werdende Vater sich längere Zeit im Kreißsaal aufhalten. Die Kleidung sollte daher leicht und bequem sein, zumal die Kreißsäle zum Wärmeschutz für das Neugeborene warm gehalten werden. Etwas zum Essen und Trinken kann mitgebracht werden. Im Krankenhaus befindet sich auch eine Cafeteria.

Papiere:

  • Mutterpass
  • Familienstammbuch
  • Krankenversicherungskarte, gegebenenfalls Bescheinigung über eine Zusatzversicherung
  • Reisepässe beider Eltern bei ausländischen Mitbürgern

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