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Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz
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St. Johannes bereit für die Bewältigung der COVID-19-Pandemie

24.03.2020
Das Krankenhaus Kamenz ist vorbereitet auf Patienten mit COVID-19 Verdacht die stationär behandelt werden müssen. Das Zelt vor der Liegendanfahrt der Notfallambulanz dient als isolierter Wartebereich für Verdachtsfälle mit Symptomen. 
Geschäftsführer Sven Heise informiert die Mitarbeiter
Isolierstation im St. Johannes Krankenhaus
Das Krankenhaus Kamenz ist vorbereitet auf Patienten mit COVID-19 Verdacht die stationär behandelt werden müssen. Das Zelt vor der Liegendanfahrt der Notfallambulanz dient als isolierter Wartebereich für Verdachtsfälle mit Symptomen.
Das Krankenhaus Kamenz ist vorbereitet auf Patienten mit COVID-19 Verdacht die stationär behandelt werden müssen. Das Zelt vor der Liegendanfahrt der Notfallambulanz dient als isolierter Wartebereich für Verdachtsfälle mit Symptomen. 
Geschäftsführer Sven Heise informiert die Mitarbeiter
Isolierstation im St. Johannes Krankenhaus
Geschäftsführer Sven Heise informiert die Mitarbeiter
Das Krankenhaus Kamenz ist vorbereitet auf Patienten mit COVID-19 Verdacht die stationär behandelt werden müssen. Das Zelt vor der Liegendanfahrt der Notfallambulanz dient als isolierter Wartebereich für Verdachtsfälle mit Symptomen. 
Geschäftsführer Sven Heise informiert die Mitarbeiter
Isolierstation im St. Johannes Krankenhaus
Isolierstation im St. Johannes Krankenhaus

Kamenz. Es ist still geworden auf den Fluren des Malteser Krankenhauses Kamenz. Am Nachmittag, wenn sonst Besucher und gehfähige Patienten die Flure frequentieren und die Räume mit dem Klang vieler Gespräche füllen, herrscht nun Ruhe. Ruhe vor dem Sturm. Elektive Behandlungen sind ausgesetzt. Besuchsverkehr gestoppt. Stattdessen wird die Aufnahme von Patienten, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben vorbereitet. Für die Krankenhausmitarbeiter ist der Aufwand dennoch gestiegen. Der Eingangsbereich muss ständig überwacht werden. Fast ohne Unterbrechung klingelt das Telefon, weil sich Angehörige und Patienten über aktuelle Regelungen erkundigen oder Patienten persönliche Sachen benötigen. Für die Angehörigen übergibt nun das Krankenhauspersonal das Mitgebrachte. Der Empfangsservice wurde dafür aufgestockt.

„Wir sind bereit, unseren Teil für die Bewältigung der COVID-19-Pandemie beizusteuern“, erklärte Geschäftsführer Sven Heise am vergangen Freitag den Mitarbeitern des Hauses. So wurde vor der Notaufnahme ein Wartezelt für COVID-19 Verdachtsfälle aufgebaut und eine Isolierstation mit separatem Zugang geschaffen, damit der übrige Krankenhausbetrieb weitergehen kann. Die Kapazität reicht für zunächst 6, bei Bedarf für die Behandlung von bis zu 30 Patienten und kann auf bis zu 70 Isolier-Betten erweitert werden.

Mit dem Pandemiestab führt Sven Heise bereits seit Anfang März regelmäßige Lagebesprechungen durch  - seit einer Woche täglich - um die aktuelle Situation zu bewerten und Maßnahmen umzusetzen. Am Wochenende wurde nun der Alarm- und Einsatzplan in Kraft gesetzt. Darin ist einheitlich geregelt, wie die Krankenhäuser in Deutschland auf die medizinische Bewältigung von Katastrophenfällen oder größeren Notfällen vorbereitet sein müssen. Zum Krisenstab des Krankenhauses gehören Ärzte und Pflegepersonal, Mitarbeiter der Krankenhaushygiene, die Pflegedienstleitung, auch die Technische Leitung, die Medizintechnik, alle Chefärzte des Krankenhaus Kamenz sowie der Einkauf. „Aufgrund der Komplexität des Themas wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet die sich mit der Beschaffung, der Personalbesetzung, der Medizintechnik oder der Anpassung von Hygienekonzepten beschäftigen“, erklärt der Geschäftsführer.

Die Corona Pandemie hat nun für eine Güterknappheit bei medizinischer Schutzausrüstung gesorgt, den der Verbrauch steigt um ein Vielfaches. „Unsere normale Lagerreichweite geht von wenigen Patienten aus, die isoliert werden müssen“, so Sven Heise. Alle Mitarbeiter in Bereichen mit Patientenkontakt – ohne Infektion - tragen ab sofort einen textilen Mund-Nasen-Schutz und bei aktuell verdächtigen COVID-19 Patienten FFP2-Masken. Sven Heise erklärt am Beispiel: „Um z.B. isolierte Patienten intensivmedizinisch zu betreuen, werden in 24 Stunden 15 Schutzausrüstungs-Kits benötigt.“

Aufruf zur Mitarbeit

Eine der größten Herausforderungen ist der Bedarf einer größeren Anzahl an intensivmedizinischem Fachpersonal, als bei Normalbetrieb notwendig wäre. Durch entsprechende Antragstellung beim Freistaat Sachsen soll die Beatmungskapazität des Krankenhauses bei Spitzenauslastung nahezu verdoppelt werden. Darum richtet sich Sven Heise an niedergelassene Anästhesistinnen und Anästhesisten und Anästhesie-Schwestern und Pfleger und bittet um Unterstützung des medizinischen Personals im St. Johannes Krankenhaus. Interessenten können sich direkt bei Krankenhausleitung unter 03578 786-110 oder per E-Mail an lisa.kuerschner@malteser.org melden.

Die Pandemie setzt die Krankenhäuser in der Region vor eine große Herausforderung, von der keiner weiß, wie lange sie das öffentliche Leben bestimmen wird. Für die Zeit nach der Pandemie bekundet das St. Johannes Krankenhaus bereits jetzt seine volle Bereitschaft. Der Geschäftsführer der Malteser Sachsen-Brandenburg gGmbH und Standortleiter im Kamenzer Krankenhaus Sven Heise wendet sich an die Kooperationspartner und Zuweiser in der Region mit einer Bitte: „Unsere Ärzte freuen sich in der Zukunft nach der Krise auf weitere Zuweisungen der Allgemein- und Fachärzte.“

Text: Stephanie Hänsch / Fotos: Mathias Baumann, Sven Heise