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Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz
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Schlüsselübergabe in der KV-Bereitschaftspraxis im St. Johannes

02.04.2020
V.l.n.r.: die Vertreterin der KV Sachsen Romy Hagist; Architekt Thomas Gröbe; Geschäftsführer Sven Heise; Isabell Nettke, Koordinatorin Ambulanzen im St. Johannes KH
V.l.n.r.: die Vertreterin der KV Sachsen Romy Hagist; Architekt Thomas Gröbe; Geschäftsführer Sven Heise; Isabell Nettke, Koordinatorin Ambulanzen im St. Johannes KH
V.l.n.r.: die Vertreterin der KV Sachsen Romy Hagist; Architekt Thomas Gröbe; Geschäftsführer Sven Heise; Isabell Nettke, Koordinatorin Ambulanzen im St. Johannes KH

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen hat eine KV-Bereitschaftspraxis im Malteser Krankenhaus St. Johannes eröffnet und bietet ab sofort Sprechstunden an. Die Eröffnung fand aufgrund der Corona-Pandemie im sehr kleinen Rahmen mit großem Abstand der wenigen Teilnehmer – Vertreter der KV-Sachsen und der Krankenhausleitung – statt.

„Mit der Eröffnung der KV-Bereitschaftspraxis im Malteser Krankenhaus Kamenz begeben wir uns weiter auf unserem Weg hin zu einer integrierten Notfallversorgung am Standort Kamenz“, erklärt Geschäftsführer Sven Heise. Die Praxis sei der erste Schritt, stellt Heise fest. „Mit Unterstützung des Landes Sachsen und des Landkreises Bautzen bündeln wir die ambulante Notfallversorgung am Standort in Kamenz.“ Das Krankenhaus plant eine zentrale Notaufnahme (ZNA) bis 2022 fertigzustellen, in der der Kassenärztliche Dienst und die Notaufnahme an einer integrierten Anlaufstelle zu finden sind. Diese zeichnet sich durch das sogenannte Ein-Tresen-Prinzip aus, bei welchem die Patienten an einem Tresen „triagiert“ werden. Das heißt, der Patient kommt an den Tresen und wird dann an die jeweils sinnvolle Versorgungsstufe (Notfallambulanz oder KV-Praxis) weitergeleitet.

KV-Bereitschaftspraxen helfen, die medizinische Versorgung der Bevölkerung außerhalb der üblichen Sprechzeiten von Arztpraxen weiter zu verbessern. Im März 2020 wurden in Sachsen in Kooperation mit insgesamt sechs Kliniken Bereitschaftspraxen eingerichtet. Diese Praxen (oft auch „Portalpraxen“ genannt) dienen der Behandlung nicht lebensbedrohlicher Beschwerden (z. B. bei akut auftretenden Schmerzen), also Symptomen, wegen denen man normalerweise eine Arztpraxis aufsuchen würde, die Behandlung aber aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten (Werk-)Tag warten kann. Damit steht den Patienten eine einheitliche, gleichbleibende Anlaufstelle zur Verfügung. Durch die kurzen Wege zwischen der Bereitschaftspraxis und dem jeweiligen Klinikum sowie die gemeinsam genutzten organisatorischen Strukturen kann die medizinische Versorgungssituation für die Patienten verbessert werden, verbunden mit einer Entlastung der Notaufnahmen.

Das Malteser Krankenhaus St. Johannes hatte im Oktober 2019 ein eigenes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) eröffnet. Das neue MVZ besteht aus einer gynäkologischen und einer chirurgischen Praxis. Die Räumlichkeiten der chirurgischen Praxis befinden sich ebenfalls im Erdgeschoss des Krankenhaus Kamenz. Der zum 01.04.2020 geplante Umzug der gynäkologischen Praxis wurde aufgrund der Corona-Krise verschoben. Die Praxis befindet sich weiterhin in der Oststraße 21a in Kamenz. Weitere Informationen: www.malteser-krankenhaus-stjohannes.de/mvz

Wichtiger Hinweis für Patienten mit Verdacht auf COVID-19: Unbedingt zu beachten ist, dass Bereitschaftspraxen keine Anlaufstellen für Personen mit Verdacht auf COVID-19 oder zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem Corona-Virus sind. Das Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt allen Patienten, die die typischen Symptome des Coronavirus aufweisen (Luftnot, Fieber, Husten und Kontakt zu infizierten Corona-Patienten oder Aufenthalt in Risikogebieten), zunächst telefonisch den Hausarzt zu kontaktieren oder außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes den KV-Bereitschaftsdienst (www.116117.de) zuerst telefonisch zu kontaktieren (116 117).

Text: Stephanie Hänsch
Fotos: Mathias Baumann