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Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz

Hinter den Kulissen– die Gatekeeper im Krankenhaus Kamenz

11.11.2020
Arne und Roberto sind die zwei der vier 'Gatekeeper' im St. Johannes
„Von vielen Besuchern kommt ein Dankeschön und ein bisschen Spaß ist immer auch dabei.“ (Roberto Weber)
Patienten Screening: Formular ausfüllen und Fiebermessen
Arne und Roberto sind die zwei der vier 'Gatekeeper' im St. Johannes
Arne und Roberto sind die zwei der vier 'Gatekeeper' im St. Johannes
„Von vielen Besuchern kommt ein Dankeschön und ein bisschen Spaß ist immer auch dabei.“ (Roberto Weber)
Patienten Screening: Formular ausfüllen und Fiebermessen
„Von vielen Besuchern kommt ein Dankeschön und ein bisschen Spaß ist immer auch dabei.“ (Roberto Weber)
Arne und Roberto sind die zwei der vier 'Gatekeeper' im St. Johannes
„Von vielen Besuchern kommt ein Dankeschön und ein bisschen Spaß ist immer auch dabei.“ (Roberto Weber)
Patienten Screening: Formular ausfüllen und Fiebermessen
Patienten Screening: Formular ausfüllen und Fiebermessen

„Meine Arbeit ist ziemlich anstrengend durch das viele ‚Geloofe‘. Das hätte ich nie gedacht.“ Seit Mai steht Roberto Weber täglich am Haupteingang des St. Johannes und empfängt von 7 bis 14 Uhr und auch an Wochenenden jeden, der das Krankenhaus Kamenz betreten möchte. Arne Wendländer, Annett Willmuth aus der Verwaltung und Karin Kuntzsch, die ehrenamtlich beim Begleitdienst der Seelsorge arbeitet, helfen in den verbleibenden Stunden bis 17 Uhr. Gemeinsam sind sie das Team des Türdienstes, also die ‚Gatekeeper‘ im Krankenhaus Kamenz.

Seit das St. Johannes einen Besucherstopp eingeführt hat, ist es wichtig, genau zu kontrollieren, wer das Haus betritt. Die Menschen kommen aus vielen Gründen, zu Vorgesprächen für geplante Operationen, zu Terminen im Chirurgisch/Gynäkologischen MVZ oder zur Schwangeren-Vorsorge in die Geburtsklinik. Auch viele Notfallpatienten wählen den Weg über den Haupteingang zur Notfallambulanz. Die Mitarbeiter des Türdienstes sorgen dafür, dass jeder Besucher ein Eingangsscreening durchläuft, wozu das Ausfüllen eines Formulars und das Fiebermessen gehört.

Diese Arbeit wird nicht langweilig. „Einmal, es war ein Freitag, habe ich innerhalb von sechs Stunden 118 Personen den Zugang zum Krankenhaus gewährt“, erzählt Roberto. „Schnittwunden, Arbeitsunfälle, eine Frau wurde mal von ihrem Pferd getreten und kam mit offener Wunde in Krankenhaus Kamenz“, sagt er. Bei mehreren Notfällen hat Roberto die Patienten gleich selbst direkt zu den Ärzten in die Notfallambulanz gefahren. Kurzfristig übernimmt dann eine Mitarbeiterin des Empfangs den Türdienst. „Einmal ist eine junge Frau vor meinen Augen von der Sitzbank gefallen“, berichtet Roberto. Sie hatte einen epileptischen Anfall. Durch das Auslösen des internen Notrufs hat er in kurzer Zeit die Ärzte herangerufen und die Frau erstversorgt bis Hilfe kam. 

„Sie sind ein richtig sympathischer junger Mann“, hat einst eine Patientin zu Roberto Weber gesagt. Er mache die Arbeit gern, weil er den Kontakt zu den Leuten braucht. „Von vielen Besuchern kommt ein Dankeschön und ein bisschen Spaß ist immer auch dabei“, erklärt er. Die Mitarbeiter des St. Johannes schätzen die Arbeit des Türdienstes. Als ‚Gatekeeper des Krankenhauses Kamenz‘ haben sie seit Mai schon viele Menschen kennengelernt und helfen, dass sich durch Zugangskontrolle und Screening aller Personen, möglichst wenig Personen im Krankenhaus aufhalten.

Wie gehen die Menschen mit den immer strenger werdenden Regeln um? „90 Prozent sagen ‚top‘, das muss so sein und ist richtig.“ Bei kritischen Äußerungen der Besucher verweist er auf die Regeln, „entweder Sie halten sich an unsere Regeln oder es gibt hier nichts durch die Türe.“

Nach der Corona Pandemie möchte Roberto Weber gern weiter im Krankenhaus arbeiten, z. B. im Hol- und Bringedienst, dessen Mitarbeiter Patienten zu Untersuchungen im Haus zu begleiten.

 

Interview/Fotos: Stephanie Hänsch