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Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz

Jeder kann Leben retten: Aktion zur Woche der Wiederbelebung am Kamenzer Markt

23.09.2021
Oberarzt Dr. med. Tilo Driesnack erklärt Reanimationsmaßnahmen zusammen mit Intensivschwester Franziska Krah 
Praxisanleiter Frank, Notfallsanitäter Franziskus, Dr. Driesnack und ITS-Sr. Franziska
Praxisanleiter vom Falck-Rettungsdienst gibt eine Anleitung zur Herz-Druck-Massage (Fotos: Malteser / Stephanie Hänsch)
Oberarzt Dr. med. Tilo Driesnack erklärt Reanimationsmaßnahmen zusammen mit Intensivschwester Franziska Krah
Oberarzt Dr. med. Tilo Driesnack erklärt Reanimationsmaßnahmen zusammen mit Intensivschwester Franziska Krah 
Praxisanleiter Frank, Notfallsanitäter Franziskus, Dr. Driesnack und ITS-Sr. Franziska
Praxisanleiter vom Falck-Rettungsdienst gibt eine Anleitung zur Herz-Druck-Massage (Fotos: Malteser / Stephanie Hänsch)
Praxisanleiter Frank, Notfallsanitäter Franziskus, Dr. Driesnack und ITS-Sr. Franziska
Oberarzt Dr. med. Tilo Driesnack erklärt Reanimationsmaßnahmen zusammen mit Intensivschwester Franziska Krah 
Praxisanleiter Frank, Notfallsanitäter Franziskus, Dr. Driesnack und ITS-Sr. Franziska
Praxisanleiter vom Falck-Rettungsdienst gibt eine Anleitung zur Herz-Druck-Massage (Fotos: Malteser / Stephanie Hänsch)
Praxisanleiter vom Falck-Rettungsdienst gibt eine Anleitung zur Herz-Druck-Massage (Fotos: Malteser / Stephanie Hänsch)

Am vergangenen Donnerstag informierte das Malteser Krankenhaus St. Johannes gemeinsam mit der Falck-Notfallrettung bei einer Aktion auf dem Kamenzer Wochenmarkt über Reanimationsmaßnahmen. Die Aktion gehörte zur Woche der Wiederbelebung, die jedes Jahr im September in ganz Deutschland unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation" stattfindet.

Vor Ort gaben die medizinische Fachkräfte Krankenhauses Kamenz, Notarzt Dr. Driesnack und Notfallsanitäter praktische Tipps und ließen die Passanten im Takt vom Song „Staying Alive“ von den Bee Gees, die Herz-Druck-Massage üben. „Songs, wie dieser und auch das Besetzt-Zeichen des Telefons haben den richtigen Takt von 100 Beats pro Minute für eine wirkungsvolle Reanimation“, erklärt Notarzt Dr. Driesnack den Passanten. Sie habe Angst, bei der Wiederbelebung den Patienten zu verletzten, sagt eine Passantin. „Aber gerade deshalb üben wir an der Puppe“, erklärt Dr. Driesnack.

„Prüfen. Rufen. Drücken.“ der Slogan ist Programm. Erst Reaktion und Atmung prüfen, die Notrufnummer 112 wählen. Danach sofort mit der Reanimation begingen und nicht aufhören, bis der Arzt kommt. „Jedes Mal, wenn man mit der Reanimation aufhört, fällt der Kreislauf sofort zusammen“, erklärt der Notarzt. Das sei anstrengend aber lebensnotwendig. „Wenn Menschen rumstehen und zusehen, dann sollten Sie aufgefordert werden, ‚kommen Sie her und lösen mich ab‘, rät der Dr. Driesnack. Intensivkrankenschwester Franziska K. erklärt an der Puppe die Position für Lebensretter: „Rechter Winkel zum Patienten, Handballen in die Mitte des Brustkorbes legen und beide Hände nutzen. Dann die Arme durchstrecken und beim Drücken die Kraft aus dem Oberkörper holen“, erklärt sie.  

Jedes Jahr erleiden mindestens 50.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses. Ihre Überlebenschance hängt an wenigen Minuten. Denn das Gehirn beginnt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits nach nur 3-5 Minuten ohne Blutfluss unwiederbringlich zu sterben. Das ist ein wichtiges Zeitfenster, in dem man mit einer sofortigen Herzdruckmassage Leben retten kann, zumal der Rettungsdienst im Durchschnitt acht Minuten oder länger bis zum Eintreffen braucht.

Mit dem Stand auf dem Kamenzer Wochenmarkt wollen der Lebensretter auch im kommenden Jahr wieder präsent sein und damit den Besuchern helfen, ihr Wissen, um lebensrettende Maßnahmen in Notsituationen aufzufrischen.