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Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz

Schwangerschaftsvorsorge

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Schwangerschaft!

In den nächsten Monaten werden Sie sich viele Fragen stellen. Zusammen mit unserer Hebamme Margit Korch möchten wir Ihnen während der Schwangerschaftsvorsorge das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und haben jederzeit ein offenes Ohr für Sie.

Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft

Ultraschalluntersuchungen

Die gesetzliche Krankenversicherung empfiehlt drei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft. Diese werden üblicherweise an folgenden Terminen durchgeführt:

  1. Ultraschalluntersuchung: Zwischen der 9. – 12. SSW
  2. Ultraschalluntersuchung: Zwischen der 19. – 22. SSW
  3. Ultraschalluntersuchung: Zwischen der 29. – 32. SSW

 

Infektionsdiagnostik Frühschwangerschaft

Bei diesen Erkrankungen handelt es sich um Infektionskrankheiten, die, wenn sie erstmalig in der Schwangerschaft auftreten, in seltenen Fällen Folgen für das ungeborene Kind haben können. Durch die frühzeitige Diagnostik können rechtzeitig Therapien eingeleitet werden und somit das Infektionsrisiko für das Kind gesenkt werden.

Wir beraten Sie gern, um welche Infektionen es sich handelt. Die Untersuchungen werden ausgenommen der Untersuchung auf Chlamydien im Urin als Wahlleistung angeboten.

Pertussis-Keuchhusten (Impfung)

Am 4. März 2020 hat die Ständige Impfkommission (STIKO) die Empfehlung der Impfung gegen Pertussis mit einem Tdap-Kombinationsimpfstoff für schwangere Frauen zu Beginn des 3. Trimenons beschlossen. Bei erhöhter Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt sollte die Impfung ins 2. Trimenon vorgezogen werden.Die Impfung soll unabhängig vom Abstand zu vorher verabreichten Pertussisimpfungen und injeder (!) Schwangerschaft erfolgen.

Rhesusimmunisierung

Als Anti-D-Prophylaxe bezeichnet man die passive Immunisierung (Impfung) Rhesus-negativer Schwangerer zur Verhinderung einer kindlichen Schädigung im Rahmen einer Folgeschwangerschaft.

ß-Streptokokken

B-Streptokokken sind Bakterien, die bei circa 10-20 % der Frauen im Scheidenbereich vorkommen. B-Streptokokken verursachen bei Ihnen keine Beschwerden. Während der Geburt kann sich Ihr Kind an den B-Streptokokken infizieren. Eine zu spät erkannte B-Streptokokken Infektion beim Kind kann einen schweren Verlauf mit einer Lungenentzündung oder einer Hirnhautentzündung mit neurologischen Spätschäden nehmen.

Dies ist vermeidbar, wenn ab der 34. SSW eine Kontrolle auf B-Streptokokken erfolgt. Werden B-Streptokokken bei Ihnen nachgewiesen, erhalten Sie während der Geburt im Kreißsaal ein Antibiotikum, durch das Ihr Kind vor der B-Streptokokken-Infektion geschützt wird.

Schwangerschaftsdiabetes

Der Gestationsdiabetes ist eine Diabetes Form, die in der Schwangerschaft auftritt und sich normalerweise nach der Geburt wieder zurückbildet. Das frühzeitige Erkennen des Diabetes ist zur Vermeidung von mütterlichen oder kindlichen Komplikationen wichtig.

Daher wird entsprechend den deutschen Mutterschaftsrichtlinien ein Diabetes Test zwischen der 25. und der 28. SSW im Rahmen der üblichen Schwangerschaftsvorsorge durchgeführt. Sind die Testergebnisse auffällig, wird eine Mitbehandlung bei einem Diabetologen initiiert und die Schwangerschaft gesondert überwacht.

Da Frauen vermehrt nach einem Gestationsdiabetes im weiteren Lebensverlauf einen Diabetes entwickeln, soll auch nach dem Wochenbett bzw. in den Folgejahren auf eine mögliche Diabetes Entwicklung geachtet werden.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Bei einigen der schwangeren Frauen tritt in der Schwangerschaft ein Bluthochdruck auf. Deutlich seltener besteht zusätzlich eine vermehrte Eiweißausscheidung über die Nieren. Daher erfolgt eine regelmäßige Blutdruck- oder Urinkontrolle im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge. Messen wir in der Praxis erhöhte Werte empfiehlt es sich, den Bluthochdruck regelmäßig zu Hause in Ruhe zu messen und die Blutdruckwerte zu dokumentieren. Durch Ihre Blutdruckdokumentation ist eine gute Einschätzung der Blutdrucksituation möglich.

Nach Abschluß der Schwangerschaft und des Wochenbettes empfehlen wir die weitere Kontrolle bei Ihrem Hausarzt.

 

Gynäkologisches MVZ im Malteser Krankenhaus St. Johannes

Telefon: 03578 315529

Malteser Krankenhaus
St. Johannes
Nebelschützer Str. 40
01917 Kamenz